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Das Absatteln: Zuerst wird das Klavier zerlegt und für die Revision vorbereitet. Dabei werden Ober- und Unterrahmen, Zierleiste und Mechanik ausgebaut. Nun wird das Piano auf den Rücken gelegt. Verschiedene Masse müssen kontrolliert werden. Wir kontrollieren den Saitendruck auf dem Steg,
dann untersuchen wir den Resonanzboden auf Bodenrisse und testen die Stimmnägel in allen Lagen. Jetzt werden die
Saiten und zuletzt die Gussplatte entfernt.
Resonanzboden: Falls sich Risse im Resonanzboden
gebildet haben, müssen diese ausgespänt werden.
Der alte Riss wird geöffnet und ein neuer Span wird eingepasst. Diese Arbeit muss sehr sorgfältig ausgeführt werden, da der Resonanzboden seine Funktion als Klang-
körper wieder voll erfüllen soll. Nun wird die Gussplatte
wieder neu aufgepasst und für die neue Besaitung
vorbereitet.
Besaitung: Zuerst werden die neuen Diskantsaiten (oberste Lage Hohe Töne) aufgezogen. Die Saiten werden mit neuen Stimmwirbeln, die etwas dicker als die alten sind, in den Stimmstock eingeschlagen. Nun werden je nach Zustand die alten, umsponnenen Basssaiten aufgezogen. Neue Basssaiten werden auf einer speziellen Saitenspinn-
maschine nach den alten Mustern gesponnen. Sind
alle 220 Saiten aufgezogen, wird das Instrument ein
erstel Mal gestimmt (Fachsprache zwicken).
Jetzt werden die Stimmnägel auf die richtige Höhe gebracht, die Saitenringe gerichtet, Filzbändel eingeflochten und das Instrument ein zweites Mal gezwickt. Das Instrument ruht nun ca. 14 Tage um sich an die neue Saitenspannung, ( 15'000 Kg) zu gewöhnen.
Das Instrument ist nun für alle weiteren Arbeiten bereit. |
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